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Zu trockene Luft in der Wohnung? – Diese 5 Tipps helfen!

Was hilft gegen trockene Luft im Schlafzimmer oder im Büro?

Besonders in den kalten Wintermonaten kann die Luft innerhalb der Wohnung durch das ständige Heizen stark austrocknen. Die Folge sind trockene Schleimhäute, Husten, Allergien und Erkältungen. Die richtige Luftfeuchtigkeit ist daher sehr wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Hier erfährst du, wie du das optimale Raumklima herbeiführen kannst und alles Weitere zum Thema trockene Luft in der Wohnung.

Wie erkenne ich, dass die Luft in der Wohnung oder im Büro zu trocken ist?

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit innerhalb der Wohnung ist gar nicht so leicht zu erkennen. Während sich eine zu hohe Luftfeuchte durch beschlagene Fenster oder Schimmelbildung bemerkbar macht, sind die Zeichen für trockene Luft weniger eindeutig.

Wenn du jedoch vor allem im Winter bemerkst, dass es dir zunehmend schlechter geht und du mit Symptomen wie schlechter Haut, Husten oder einem unruhigen Schlaf zu kämpfen hast, könnte das auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit hinweisen. Gewissheit kannst du dir mit einem Hygrometer schaffen, einem Messgerät, welches die relative Luftfeuchtigkeit im Raum misst.

Welche Folgen kann trockene Luft haben?

Eine zu trockene Luft in der Wohnung hat auf Dauer eine sehr negative Auswirkung auf den menschlichen Körper. Hier sind die wichtigsten Folgen von zu niedriger Luftfeuchtigkeit:

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Austrocknung

Durch die fehlende Luftfeuchte trocknen die Schleimhäute nach und nach aus. Das führt zu trockenen Augen, juckender Haut und Schleimhaut, sowie zu einer spürbaren Gereiztheit der Atemwege. So kommt es wiederum zu Halsschmerzen, Husten und Nasenbluten. Ebenso bilden sich auf der Haut schneller Allergien oder Schuppen sowie Entzündungen, besonders bei einer bereits bestehenden Neurodermitis oder Schuppenflechte.

Erkältungen

Ausgetrocknete Schleimhäute können sich schlechter gegen das Eindringen von Krankheitserregern zu Wehr setzen, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Erkältung oder eines grippalen Infekts erhöht wird. Außerdem lieben Bakterien und Viren trockene Luft und werden darin länger am Leben gehalten.

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Trockene Luft im Schlafzimmer kann zu Erkältungen führen

Erschwerte Atmung

Da auch die Atemwege durch trockene Luft funktional eingeschränkt werden, können sie den lebensnotwendigen Sauerstoff schlechter zur Lunge transportieren. Das führt zu einer verminderten Atemleistung, die besonders dann zum Problem wird, wenn diesbezüglich Vorerkrankungen wie zum Beispiel Asthma bestehen. Außerdem führt die geringere Sauerstoffzufuhr zu Kopfschmerzen und zu einem schlechteren und weniger erholsamen Schlaf.

Welche Luftfeuchtigkeit sollte in der Wohnung herrschen? Ab wann ist die Luft zu trocken?

Ein optimaler Wert für die relative Luftfeuchtigkeit ist 40 % bis 60 %. Alles darüber begünstigt die Schimmelbildung und fördert die Verbreitung von Milben im Raum. Außerdem wirkt sich eine zu hohe Luftfeuchtigkeit negativ für Allergiker aus. Eine Luftfeuchtigkeit unter 40 % wiederum ist zu trocken. Studien haben ergeben, dass das Infektionsrisiko mit Grippeviren bei einer Luftfeuchte von 20 % bis 35 % dreimal so hoch ist wie bei einer Luftfeuchte von 50 %.

Welche Mittel helfen gegen trockene Luft im in der Wohnung?

Wenn du feststellst, dass die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung nicht optimal ist und du bereits unter dadurch bedingtem Husten oder einer trockenen Nasenschleimhaut leidest, solltest du schleunigst etwas dagegen unternehmen. Folgende Dinge kannst du tun, um die Luftfeuchtigkeit im Raum schnell und mit einfachen Mittel zu erhöhen:

Lüfte regelmäßig!

Wenn du deine Fenster regelmäßig weit aufsperrst, wird automatisch die trockene Innenluft gegen frische Außenluft ausgetauscht. Das Ankippen von Fenstern bringt hier leider nicht die gewünschten Erfolge und trocknet die Luft sogar nur noch mehr aus. Ideal ist es, zweimal am Tag stoßzulüften, alle Fenster also für circa 5 Minuten weit aufzusperren.

Nicht überheizen!

Je mehr du heizt, desto trockener wird die Raumluft. Natürlich kannst du im Winter heizen, achte nur darauf, dass die Raumluft eine Temperatur von 22 bis 24 Grad nicht übersteigt.

Trockne deine Wäsche in der Wohnung!

Indem du deine nasse Wäsche auf einem Wäscheständer in der Wohnung trocknest, erhöht sich ganz selbstständig auch die Luftfeuchtigkeit. Besonders gut eignen sich hier Handtücher, da sie besonders viel Feuchtigkeit gespeichert haben.
Alternativ kannst du deine Wäsche auch direkt über der Heizung trocknen, da so die Feuchte wie bei einem Verdunster im Raum verteilt wird. Achte jedoch darauf, dass deine Sachen auch eine hohe Hitze vertragen und nicht Gefahr laufen, Feuer zu fangen.

Stelle Pflanzen auf!

Zimmerpflanzen dünsten Feuchtigkeit aus und erhöhen so die Luftfeuchte im Raum auf ganz natürliche Weise. Am besten eignen sich Pflanzen, die oft gegossen werden müssen.

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Pflanzen können ebenfalls zu einer Verbesserung der Raumluft im Büro oder Schlafzimmer sorgen

Stelle eine Wasserschale auf die Heizung!

Eine zu trockene Luft entsteht ja meistens im Winter, da in dieser Zeit die Heizung regelmäßig oder sogar durchgehend im Betrieb ist und diese die Luft nach und nach austrocknet. Indem du eine Schale mit Wasser auf die laufende Heizung stellst, kannst du diesem Prozess entgegenwirken. Das liegt daran, dass das Wasser auf diese Weise verdunstet und sich gleichmäßig im Raum verteilt. Wichtig ist jedoch, das Wasser regelmäßig zu wechseln, damit keine Pilze oder Bakterien entstehen können.

Wann ist der Einsatz von Luftbefeuchtern, Luftwäschern oder Luftreinigern sinnvoll? Wie wirken diese Geräte?

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Luftbefeuchter können effektiv gegen trockene Luft in der Wohnung und im Büro helfen

Nicht immer macht es Sinn, sich ein professionelles Gerät für die Erhöhung der Luftfeuchte anzuschaffen. Zunächst solltest du sicher gehen, dass keins der anderen Methoden, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, funktioniert hat. Wenn du jedoch wirklich nichts anderes hilft, stehen dir diese elektrischen Hilfsmittel zum Kauf zur Verfügung:

  • Luftbefeuchter: Luftbefeuchter gibt es in verschiedenen Variationen und Bauarten. So gibt es beispielsweise Dampfluftbefeuchter, die Wasser zum Sieden bringen und den Dampf anschließend zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in den Raum abgeben. Weiterhin gibt es Verdunster, die mit Filtermatten arbeiten und direkt an der Heizung angebracht werden. Die sogenannten Zerstäuber erzeugen einen Wassernebel, der mithilfe von Ventilatoren im Raum verteilt wird.
  • Luftwäscher oder Luftreiniger: Ein Luftwäscher saugt die Raumluft ein und leitet sie durch einen Wassertank und ein Filtersystem wieder nach außen. Auf diese Weise wird die Luft nicht nur befeuchtet, sondern auch von Schadstoffen befreit.

Wann sorgt eine Fußbodenheizung für trockene Luft? Welche Mittel helfen dagegen?

Leider ist oftmals die Fußbodenheizung eine große Ursache für die zu niedrige Luftfeuchtigkeit innerhalb der Wohnung. Wenn du also über diese Ausstattung verfügst, solltest du besonders darauf achten, dass sich dein Raumklima in einem gesunden Rahmen bewegt. Unter Umständen kann es helfen, sich viele Pflanzen in die Wohnung zu stellen. Ansonsten gelten dieselben Tipps, die wir weiter oben im Artikel bereits beschrieben haben.

Fazit

Viele Menschen leiden im Winter unter gereizten Schleimhäuten und einer schlechten Haut. Der Grund dafür ist die trockene Luft, der man in den kalten Monaten besonders durch die laufenden Heizungen ausgesetzt ist. Es ist daher sehr wichtig, das Raumklima im Auge zu behalten und unter Umständen einer zu geringen Luftfeuchtigkeit entgegenzuwirken.

Weiterführende Informationen und Quellen:



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