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Zusammensetzung der Luft – Woraus besteht die Atemluft? Wie kann ich für eine bessere Raumluft sorgen?

Erreicht ein Rettungswagen einen Menschen nicht, spätestens nach zehn Minuten sterben Organe durch den fehlenden Sauerstoff ab und das Gehirn erfährt unwiderrufliche Schäden. Dies zeigt die Wichtigkeit des Atmens, denn während der Mensch wenige Tage ohne Wasser leben und bis zu einen Monat ohne feste Nahrung auskommen kann, ist das Leben ohne Sauerstoff nur für einen kurzen Moment möglich. Doch Atem- und Raumluft bestehen nicht ausschließlich aus Sauerstoff, sondern aus mehreren Gasen.

Zusammensetzung Luft

Zusammensetzung der Luft nach Molekülzahl, ohne Wasserdampf. Der untere Kreis zeigt Spurengase, die zusammen etwa 0,0434 % der Atmosphäre ausmachen.

Woraus besteht die Luft?

Luft ist ein Gemisch und besteht aus Sauerstoff, Kohlendioxid, Edelgasen inklusive Argon, Stickstoff und aus einem geringen Anteil an diversen Spurengasen. Dabei stellen Sauerstoff, Stickstoff und Argon die Hauptbestandteile dar, während der Rest Nebenbestandteile sind. Hinzu kommen Aerosole, Wasser in Form von Wasserdampf, kleinste Mengen Staub sowie biologische Teilchen. Dabei ist die genaue Zusammensetzung nie völlig gleich, sondern vom Ort, der Jahres- und auch der Tageszeit abhängig. Der enthaltene Sauerstoff ist auf Bakterien zurückzuführen, die ihn als Abfallprodukt bei der Vertilgung kleinster Partikel ausstoßen.

Wie hoch ist der Anteil der Edelgase?

Der Anteil der Edelgase ist auf einen Prozent beschränkt, wobei Argon mit circa 0,93 Prozent den Großteil der Edelgase darstellt. Weitere Edelgase sind Neon, Helium und Radon, die den Rest des Anteils ausmachen.

Welche weiteren Bestandteile sind in der Luft enthalten?

Bei weiteren Bestandteilen erfolgt keine prozentuale Darstellung, sondern die Darstellung im Volumenanteil. Der Volumenanteil beschreibt den Bruchteil eines Prozents, denn ein ppb sind eine Milliarde Teilchen pro Milliarde Teilchen Luft. Dabei ist der größte Volumenanteil von 500 ppb auf Wasserstoff zurückzuführen. Darauf folgen Distickstoffoxid mit 328 ppb, Kohlenstoffmonoxid mit 250 ppb und Xenon mit 87 ppb. Eine noch geringe Zusammensetzung beschreibt die Abkürzung ppt, unter der die Stoffe Dichlordifluormethan mit 520 ppt, Chlordifluormethan mit 253 ppt, Trichlorfluormethan mit 234 ppt, Tetrachlorkohlenstoff mit 81 ppt und Trichlortrifluorethan mit 71 ppt den geringsten Anteil an der Luft haben.

Wie viel Sauerstoff und CO₂ ist in der Luft?

Der Sauerstoffgehalt in der Luft beträgt lediglich 21 Prozent und ist seit der Entstehung der Erde stetig gestiegen. Während der Gehalt vor 4000 Millionen Jahren circa ein Prozent betrug, stieg er vor 250 Millionen Jahren auf bis zu 30 Prozent an, um weitere 50 Millionen Jahre später auf circa 15 Prozent fallen und seither stetig steigt.

Der Anteil von CO₂ in der Luft beträgt nur 0,03 Prozent. CO₂, auch als Kohlendioxid bekannt, ist ein wichtiger Bestandteil der Fotosynthese, sodass Pflanzen wachsen können. Durch die Industrialisierung und der Verbrennung von Kohle oder Stoffen auf Kohlebasis steigt jedoch der CO₂-Gehalt in der Luft, denn seit circa 200 Jahren ist der Wert von 280 ppm auf circa 450 ppm gestiegen.

Wann kann der Anteil von CO₂ problematisch werden?

Bisher bestehen hinsichtlich der Atemluft keine Bedenken, dass der kritische Punkt erreicht ist, an dem die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr möglich ist, da sich CO₂ anreichert. Allerdings kann ein zu hoher Anteil an CO₂ in der Raumluft geschlossener Räume zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Dies ist bei einem Feuer zu beobachten, bei dem der Mensch zuerst bewusstlos wird, bevor ihn überhaupt die Flammen erreichen. Bei einem Wert von bis zu fünf Prozent erfährt der Mensch Schwindel und Kopfschmerzen. Steigt der Wert über fünf Prozent, muss der Mensch mit einem Anstieg des Blutdrucks, Bewusstlosigkeit und dem Tod rechnen. Eine DIN-Norm beschreibt, wann der Qualität der Raumluft so tief abgesunken ist, dass sie zwar nicht gesundheitsschädlich ist, aber nicht von einem hohen Lebensstandard zeugt.

Dabei unterteilt die DIN-Norm EN 13779 Raumluft in vier Stufen mit absteigender Qualität:
  • unter 800 ppm hohe Qualität der Raumluft
  • zwischen 800 und 1000 ppm mittlere Qualität der Raumluft
  • zwischen 1000 und 1400 mäßige Qualität der Raumluft
  • über 1400 niedrige Qualität der Raumluft

Wie kann es zu Verschlechterungen der Luftqualität kommen? Was führt zu schlechter Raumluft?

Für eine Verschlechterung der Luftqualität ist der heutige Lebensstil der Menschheit in Städten verantwortlich, weshalb insbesondere dort keine hohe Luftqualität herrscht. Insbesondere in Großstädten sorgen Ruß, Staub, Mikroplastik, Rauch, Aerosole, Dämpfe, Pollen, Geruchsstoffe und Sporen für schlechtere Luftqualität, da sich diese zwischen den Gebäuden stauen. Während auf dem Land Pflanzen die Luft filtern oder der Wind Stoffe davonträgt, sind nur wenige Plätze in der Stadt bepflanzt und die Gebäude blocken den natürlichen Windfluss.

Selbiges ist auch bei der Raumluft zu beobachten, denn es kann vorkommen, dass die Luft im Innenraum mehr Schadstoffe enthält als die Außenluft. Dies ist auf Haus- und Feinstaub, Emissionen durch Einrichtungsgegenstände oder flüchtige organische Verbindungen zurückzuführen.

Warum ist ein gutes Raumklima wichtig? Warum ist es wichtig, die Zusammensetzung der Luft im Gleichgewicht zu halten?

Ein gutes Raumklima ist auf mehreren Ebenen wichtig für die Gesundheit des Menschen. Es kann Beschwerden von Allergien lindern, die Konzentration steigern, den Schlaf verbessern, das Immunsystem stärken sowie schonen und Krankheiten reduzieren.

Die Zusammensetzung sollte im natürlichen Gleichgewicht sein, denn der menschliche Organismus ist durch die Evolution auf einen bestimmten Sollwert abgestimmt. Geringe Abweichungen kann der Körper verkraften, aber bei einer dauerhaften Veränderung des Werts muss der Mensch mit gesundheitlichen Einschränkungen rechnen.

Was kann ich tun, um die Raumluft zu verbessern?

Folgende Tipps helfen, um die Raumluft zu verbessern:
  • regelmäßig lüften, circa dreimal täglich
  • die Raumfeuchtigkeit auf mindestens 40 und maximal 60 Prozent einstellen
  • häufig putzen und Staub wischen
  • die Raumtemperatur auf circa 21 Grad regulieren
  • Pflanzen aufstellen
  • nach dem Duschen lüften
  • schadstoffbehaftete Möbel meiden
  • Reinigungsmittel mit natürlichen Inhaltsstoffen verwenden
  • nach dem Putzen lüften
  • Luftreiniger verwenden (Zum ausführlichen Ratgeber geht es hier)
  • die Dunstabzugshaube nutzen
  • nicht rauchen
  • Luftbefeuchter einsetzen
  • keine Kerzen verwenden
  • den Staubsauger mit Hepa-Filtern ausstatten
  • Kamin löschen oder abschotten

Weitere Tipps, um die Raumluft effektiv zu verbessern, finden Sie in diesem Beitrag.

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Fazit

Luft besteht aus mehreren Molekülen, Gasen und Schwebstoffen. Sie ist weder reiner Sauerstoff noch übermäßig gesättigt mit CO₂. Lediglich in Innenräumen sollte das Verhältnis durch regelmäßiges Lüften und Reinigen angepasst sein, da sich der Mensch für die Regulierung der Raumluft zuständig ist und nicht die Natur.

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