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Dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung – Erfahrungen und Tests 2018/2019

Aufgrund der kontinuierlich nach oben gehenden Energiepreisen legen viele Unternehmen den Fokus auf eine energetische Sanierung. Die älteren Sachen werden modernisiert und bieten gleichzeitig mehr Komfort. Dazu gehören energieeffiziente Fenster und Türen sowie der Einbau eines neuen Heizsystems.

Insbesondere ältere Wohnungen sind so verdichtet, dass kein Luftaustausch mehr stattfinden kann. Zu viel Luftfeuchtigkeit in den Räumen führt zu Bildung von Schimmel. Besonders betroffen sind Stellen an den Ecken und den Außenwänden. Um eine gute Lüftung zu garantieren, benötigt man eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

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Wie funktioniert eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung?

Zentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung unterschieden sich deutlich von Anlagen ohne die Möglichkeit Wärme zurückzugewinnen. Das spiegelt sich besonders in der Energieeffizienz. Grundsätzlich kann die Anlage zwischen 70 und 75 Prozent der Energie von der Abluft entnehmen, welche wiederum der Zuluft zugeführt wird. Dezentrale Systeme lassen sich nur für bestimmte Räume verwenden. Gut geeignet sind sie für Gebäude mit einem Passivhausstandard. Somit hält sich der Aufwand für den Einbau in ältere Häusern in Grenzen. Aufgrund der besseren Luftzufuhr befindet sich die Geräte meist in der Nähe von Fenstern.

Abhängig von der Lüftungsanlage werden dezentrale Luftanlagen auch für die Wärmerückgewinnung benutzt. Hier gibt die Abluft ihre Wärme an die kältere Zuluft ab und erwärmt diese anschließend. Insgesamt besteht die Anlage aus mehreren kleinen Geräten. In der Anlage ist meist ein Plattenwärmer eingesetzt. Wenn das Lüftungsgerät nach Außenluft saugt, erwärmt sich die Energie des Speichers. Dadurch wird die Heizung entlastet und zusätzlicher Komfort geboten. Wird die dezentrale Wechselbetriebene Lüftungsanlagen sind mit Regeneratoren ausgestattet, welche die Speichermasse während der Abluftphase erwärmt. Aufgrund der Erwärmung ist der Speicher anschließend in der Lage die Temperatur der kälteren Zuluft zu erwärmen.

Wo liegen die Vor- und Nachteile einer dezentralen Lüftungsanlage?

Die Verwendung einer dezentralen Lüftungsanlage bringt viele Vorteile mit sich. Dennoch gibt es auch Punkte, die bei der Verwendung zum Nachteil werden.

Vorteile

  • Bei der Installation einer dezentralen Lüftungsanlage ist kein großer Umbau von Nöten. Aus diesem Grund eignen sich die Anlagen sowohl für Alt- als auch Neubauten.
  • Zudem wird die Anlage nur in Räumen eingebaut, in denen eine erhöhte Feuchtigkeit besteht. Auch Räume, die viel Geruch entwickeln sind dabei betroffen. Häufige Anwendungsbereiche sind Küche, Bad oder auch Geschäftszimmer.
  • Verglichen mit anderen Varianten ist eine dezentrale Lüftungsanlage viel kostengünstiger. Der Vorteil entsteht vor allem durch ihre Form und ihrem leichten Einbau.
  • Einen weiteren Vorteil bekommt man, wenn die Anlage über Sensoren aktiviert ist. Dadurch kann der Nutzer viel an Energie sparen.
  • Anlagen mit einer Wärmerückgewinnung nehmen der Abluft Energie ab und fügen anschließend neue Luft in den Raum. Das gelingt mithilfe von Regeneratoren. Dadurch spart man sich Energie und Geld.
  • Pollen-Allergiker profitieren ebenfalls von dezentralen Lüftungsanlagen, da die Außenluft zuvor gefiltert wird.

Nachteile

  • Dezentrale Lüftungsanlagen eignen sich nur für Räume mit erhöhter Feuchtigkeit. Wer das ganze Haus lüften möchte, muss mit höheren Kosten rechnen.
  • Wer sein Schlafzimmer mit einer dezentralen Anlage lüften will, muss auf besonders leise Ventilatoren achten. Modelle mit lauten Ventilatoren stören vor allem den Schlaf und tragen nicht zum Wohlbefinden bei.
  • Zudem müssen die Filter jährlich ausgetauscht werden, damit die Anlage nicht verstopft. Die entsprechenden Wartungskosten sollten bereits im Voraus miteinkalkuliert werden.
  • Dezentrale Anlagen werden über Strom betrieben. Zwar spart man sich mit der Anlage Energiekosten, dennoch müssen die Ausgaben für den Betrieb gegengerechnet werden.

Worauf sollte man bei der Anschaffung einer dezentralen Wohnraumlüftung achten?

Der erste Schritt sollte in Richtung des Fachmanns gehen. Eine Beratung hilft den Betroffenen neue Dinge über die Lüftungsanlagen in Erfahrung zu bringen. Der Fachmann entscheidet je nach Wunsch, wie die Lüftung erfolgen soll. Dabei gilt es zwischen einer Grund- oder Komfortlüftung zu unterscheiden.

Grundlüftung:

Bei der Grundlüftung wird speziell gegen Feuchtigkeit vorgegangen. Folgendermaßen kann die Bildung von Schimmel vermieden werden und trägt zur Erhaltung der Gesundheit bei. Der Erhalt der Gebäudesubstanz fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich der Grundlüftung. Lediglich entstehen Nachteile in der Fensterlüftung.

Komfortlüftung:

Die andere Variante ist die Komfortlüftung. Verglichen mit der Grundlüftung benötigt es einen geringfügig höheren Anteil an Lüftungsgeräten. Gleichzeitig muss das Fenster nicht mehr manuell zum Lüften geöffnet werden. Durch die ständige Versorgung des Raumes mit frischer Luft lässt sich nicht nur Schimmelbildung vorbeugen, sondern auch Energie sparen. Mithilfe verschiedener Filter kann sich zusätzlich vor Staub und Pollen geschützt werden.

Beim Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage sollte beachtet werden, dass diese in Verbindung mit einer Sanierung erfolgen sollte. Jedes Gerät muss in die Wandöffnung eingesetzt werden. Neues Einreißen gestaltet sich unvorteilhaft. Der Eigentümer sollte seine Mieter darauf ansprechen, wenn er eine dezentrale Lüftungsanlage einbauen will.

Wie erfolgt der Einbau?

Der Einbau ist recht simpel. Dennoch empfiehlt es sich einen Fachmann an die Seite zu stellen, der bereits Erfahrung mit der Montage vorweisen kann. Der Einbau erfolgt über eine Wandöffnung.

Arbeitsschritte bei der Montage:

-> Zuerst werden die Einzelteile auf Funktionsfähigkeit geprüft.

-> Der nächste Arbeitsschritt befasst sich mit der Montage der Wandeinbauhülse. Diese wird zurechtgeschnitten, stabilisiert und am Montagekeil ausgerichtet. Anschließend erfolgt die Prüfung der Gefälle nach außen. Wurde das erledigt, werden die Leitungen verlegt.

-> Dritter Punkt ist die Montage der Wetterschutzhaube. Nach Anbringung der Dichtbänder wird die Grundplatte ausgerichtet und verschraubt. Letzter Schritt ist die Anbringung der Wetterschutzhaube.

-> Bei Schritt vier geht an die Montage des Wärmespeichers, der die kalte in warme Luft umwandelt. Dieser wird in die Wandeinbauhülse geschoben und an Ventilatoren angeschlossen. Der Regler sollte vom Fachpersonal eingebaut werden.

-> Beim letzten Abschnitt sind nur noch die Innenblenden zu montieren. Der Rahmen der Innenblende wird an der Hülse befestigt. Anschließend wird der Staubfilter befestigt und die Abdeckung über den Rahmen geschoben.

Tauchen beim Einbau Probleme auf, empfiehlt sich die Aufsuchung eines Fachmannes. Viele Schritte lassen sich mit den eigenen Händen bewältigen, jedoch benötigt das Verlegen von Leitungen einen ausgebildeten Experten.

Wie erfolgt die Reinigung bei einer dezentralen Lüftungsanlage?

Bestandteile wie Filter und Wärmespeicher müssen regelmäßig gereinigt werden. Staubfilter benötigen lediglich eine vierteljährige Reinigung. Bei der Säuberung muss nur die Abdeckung der Innenblende abgenommen und der Filter anschließend herausgeholt werden. Der Filter lässt sich mehrere Male waschen und wiederverwenden. Die Reinigung des Reversierventilators gestaltet sich etwas komplizierter. Hierbei müssen zunächst der Ventilator,  als auch der Wärmespeicher aus der Wand entnommen werden. Die Verwendung von Werkzeug ist nicht erforderlich. Mithilfe eines weichen Tuchs oder Pinsels lässt sich der Ventilator abstauben. Der Wärmespeicher kann mit einem Staubsauger gereinigt werden. Alternativ kann der Schmutz mit Druckluft abgeblasen werden. Bei größeren Verschmutzungen kann warmes Wasser helfen. Beim Wärmespeicher an sich sollte die Reinigung jedes Halbjahr erfolgen. Der Ventilator kommt mit einer jährlichen Reinigung aus. Vor den Reinigungsarbeiten unbedingt die Stromzufuhr der Lüftungsanlage trennen.

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Fazit zu den Erfahrungen zu dezentraler Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung wird vor allem dann benötigt, wenn zu viel Feuchtigkeit gegeben ist. Durch ihr Zu- und Abluftsystem kommt genügend neue Luft in die Räume und vermeidet die Bildung von Schimmel, der gefährlich für die Gesundheit ist. Der Einbau bereitet keine Schwierigkeiten egal, ob er in Alt- oder Neubauten erfolgt. Durch den Wärmespeicher spart der Nutzer zusätzliches Geld. Beim Kauf einer dezentralen Lüftungsanlage sind einige Dinge zu beachten wie beispielsweise die Beratung. Der Einbau kann grundsätzlich alleine durchgeführt werden. Arbeiten mit Elektrizität sollte jedoch dem Fachmann überlassen werden.

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